/ 01 Produktbilder vor dem Produkt
Zum Zeitpunkt der Visualisierung existierte der Subwoofer ausschließlich als Prototyp – Bildmaterial musste es trotzdem geben.
Ein bekannter deutscher Hersteller von High-End-, Studio- und Professional-Audio bereitete die Einführung eines neuen Subwoofers vor. Zu diesem Zeitpunkt gab es vom Gerät nichts, was man vor eine Kamera stellen könnte: keine Serienmuster, keine Musterbox in Holzfurnier, keine lackierte Variante – nur Prototypen und die fertige Konstruktion in CAD.
Für Marketing und Vertrieb ist das die klassische Zwickmühle. Produktbilder werden gebraucht, lange bevor die ersten Seriengehäuse die Fertigung verlassen. Genau hier spielt die 3D-Produktvisualisierung ihre Stärke aus: Gerendert wird direkt aus derselben Geometrie, aus der später auch gefertigt wird – maßhaltig, in jeder gewünschten Ausführung und unabhängig vom Produktionsstart.
Das Projekt war nicht die erste Zusammenarbeit. Die Materialien und Oberflächen dieses Herstellers – Holzfurnier, Lackoberflächen, Membran- und Sickenmaterial, die Metalldetails – lagen aus vorangegangenen Projekten bereits als geprüfte, abgestimmte Shader vor. Dazu gehört auch das prozedural in Substance Designer aufgebaute Echtholzfurnier, das wir ursprünglich für die Lautsprecher desselben Herstellers entwickelt haben – und das sich seitdem auf jede weitere Holzart übertragen lässt. Für den Kunden bedeutete das konkret: CAD-Daten und ein paar Materialfotos schicken, Ausführungen benennen, fertig. Kein neues Briefing zu Oberflächen, keine Materialmuster, keine zusätzliche Abstimmungsschleife – und damit spürbar weniger Aufwand und Kosten als bei einem Erstprojekt.
Ausgangslage:
- Produkt nur als Prototyp vorhanden – Fotoshooting nicht möglich
- CAD-Daten und Materialfotos der Oberflächen vom Kunden
- Bestehende Materialbibliothek aus früheren Projekten desselben Herstellers
- Ziel: Bildwelt für Launch, Website und Vertriebsunterlagen